Nachhaltigkeit

 
 

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) nimmt an, dass die globale Landwirtschaft zwischen 44% und 57% aller Treibhausgase erzeugt, wenn man Landnutzung, Entwaldung, Transport, Verarbeitung, Verpackung und Verkauf mit einberechnet. Damit hat nichts auf unseren Planeten einen so starken Einfluss wie unsere Nahrung.

 
 
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 Verzicht auf Tierprodukte

Insbesondere die Nutztierhaltung hat einen überproportional negativen Einfluss auf das globale Ökosystem – angefangen bei Treibhausgas-Emissionen, über Eutrophierung der Böden, Versauerung der Meere bis hin zu extremer Wasser- und Landnutzung. Wir könnten alleine durch den Umstieg auf eine pflanzenbasierte Ernährung global 4 Milliarden mehr Menschen ernähren, den individuellen Fußabdruck durch Nahrung um fast drei Viertel senken und 70 Milliarden Tiere jährlich vor dem Tod bewahren.

Daher sind wir davon überzeugt, dass es die einzig richtige Entscheidung ist Nution frei von Tierprodukten zu halten.

 

Keine Lebensmittelverschwendung

Neben der Nutztierhaltung ist ein weiteres großes Problem unserer Landwirtschaft die Lebensmittelverschwendung. Etwa ein Drittel des global produzierten Essens für den menschlichen Konsum wird verschwendet – das sind etwa 1,3 Milliarden Tonnen Essen. Damit verursacht allein die Lebensmittelverschwendung mehr Treibhausgase als jedes Land auf diesem Planeten abgesehen von den USA und China.

Am meisten betroffen davon ist frisches Essen, weil es am anfälligsten und häufig durchgehend gekühlt werden muss. Dadurch, dass die natürlichen Nutions Inhaltsstoffe entwässert und pulverisiert werden, hat es eine natürlich lange Haltbarkeit von etwa einem Jahr ganz ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln.

 

Verzicht auf Gentechnik, Pestizide und chemischen Dünger

Wir sind davon überzeugt, dass unsere Landwirtschaft die modernsten Technologien und zugleich die besten ökologischen Anbaumethoden benötigt. Bei einer Weltbevölkerung von 8 Milliarden Menschen muss die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung nachhaltig gestaltet werden. Besonders in Zeiten globaler Erwärmung könnten Agrar-Technologien wie Gentechnik uns zu diesem Ziel helfen, um Pflanzen resistenter und nachhaltiger zu machen.

Doch halten wir es in unserer momentanen Situation noch für den falschen Ansatz auf Gentechnik zu setzen, denn unser globales Agrar-Ökosystem produziert bereits Nahrung für mehr als 12 Milliarden Menschen. Dies wird jedoch maßgeblich verhindert durch exzessive Lebensmittelverschwendung und Tierhaltung. Hier anzusetzen ist nachhaltiger als das globale Ökosystem künstlich zu modifizieren, mit all den realen Nebenfolgen wie z.B. den Verlust der Biodiversität oder Bodenfruchtbarkeit und der Machtkonzentration unter wenigen globalen Saatgutherstellern.

In erster Linie wird gentechnisch verändertes Saatgut jedoch verwendet, um Pflanzen immun vor Pestiziden zu machen, die Ihnen aufgrund ihrer toxischen Wirkung sonst schaden würden. Das meistgenutzte Pestizid Glyphosat, das in dieser Kombination genutzt wird, ist laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wahrscheinlich Krebserregend. Neben gesundheitlichen Gefahren schaden Pestizide auch dem Ökosystem, in dem sie benutzt werden.

Weiterhin verzichten wir bewusst auf Mineraldünger, weil er zu Bodenverarmung verursacht, das Grundwasser verunreinigt und drei Viertel des (im Vergleich zu CO₂) 300x schädlicheren Treibhausgases Distickstoffmonoxid (N₂O) erzeugt. Die Zerstörung von Böden und ihrer organischen Substanz ist allein verantwortlich für 25-40% aller produzierten CO2-Emissionen, während N₂O 6% der globalen Emissionen ausmacht.